Das Projekt

Geplant ist, auf der ehemaligen Bahnlinie Nobitz-Langenleuba-Oberhain einen Radweg zu errichten. Der Name Viaduktradweg steht für die sehenswerten und landschaftsprägenden Bahnbrücken auf der Strecke. Er soll als Bindeglied zwischen dem Pleiße- und dem Muldentalradweg dienen. Alternativ kann die Strecke auch zum Wandern, Inlineskaten und im Winter als Loipe für Skilangläufer genutzt werden.

Neben der 16 Kilometer langen Haupttstrecke sind verschiedene Nebentrassen geplant, die unter anderem als Anbindungen dienen. Diese sind jedoch nicht förderwürdig und deshalb nicht Bestandteil des Projekts.
Der künftige Viaduktradweg beginnt in Zschechwitz, Ortsteil von Altenburg, und führt über Ehrenberg und Stünzhain. Vom Flächennaturdenkmal Paditzer Schanzen verläuft die Strecke zum Abzweig der ehemaligen Bahnlinie und trifft dort auf diese.
Von dort aus führt der Viaduktradweg auf dem ehemaligen Bahndamm entlang über Klausa, Garbus, Ehrenhain, Nirkendorf, Boderitz, Wiesebach, Beiern bis zur Landesgrenze bei Niedersteinbach. Vier von insgesamt sechs Viadukten sind fester Bestandteil der Trassenführung. Auf sächsischer Seite wurden bereits Teilstücke der Strecke verkauft. Deshalb kann der Steinbacher Viadukt nicht mit ins Projekt einbezogen werden. Auch die "Flutunterführung zur Pleiße" bei Kotteritz ist nicht Bestandteil der Förderung.

Ab der thüringisch-sächsischen Landesgrenze soll die Route auf 6,3 Kilometern Länge über Dorfstraßen bzw. ausgebaute Wege bis ins Muldental fortgeführt und an den dortigen Fernradweg angeschlossen werden. Die Stadt Penig wurde als Partner ins Vorhaben einbezogen und hat bereits Bereitschaft signalisiert, das Vorhaben zu unterstützen.
Die Kosten für den Bau des Viaduktradwegs werden auf Thüringer Seite auf 4,4 Millionen Euro geschätzt. Allein für den Ausbau des Radwegs werden rund 2,6 Mio Euro benötigt. Die dringend erforderliche Sanierung der Viadukte schlägt mit mindestens 1,25 Mio Euro zu Buche.

Hinzu kommen Ingenieurleistungen, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Eingriff in die Natur sowie Kosten für Beschilderung, Rastplätze und Grunderwerb. Darüber hinaus fallen nach Fertigstellung des Radwegs jährliche Unterhaltungskosten von zirka 10.400 Euro an.
Dabei wird eine Förderung in Höhe von 90 Prozent durch den Freistaat Thüringen angestrebt. Als Maßnahmeträger fungiert ein kommunaler Zweckverband, zu dem die Stadt Altenburg sowie die Gemeinden Nobitz, Langenleuba-Niederhain, und Frohnsdorf gehören.