Ach Du dickes Ei

Die Firma Leitermann hat uns eine wunderschöne vorösterliche Überraschung beschert. Als langjährig im Altenburger Raum ansässiges Unternehmen, deren Wurzeln in Göpfersdorf liegen, möchte es uns in den Bemühungen der Erhaltung der historischen Brückenbauwerke und Realisierung des Rad- und Wanderweges zwischen Kotteritz und Steinbach tatkräftig unterstützen. Wie Stephan Lichtenstein, der Geschäftsführer der Bau-, Fach- und Gartenmärkte berichtete, ist die Bahnstrecke für ihn untrennbar mit den Erlebnissen seiner Kindheit verbunden. Daher ist es ihm auch eine Herzensangelegenheit die Viadukte der Nachwelt zu erhalten und vor allem erlebbar zu machen. Damit das möglich wird, hat die Firma Leitermann dem Viaduktradweg e.V. 10.000,00 €, noch einmal in Worten: ZEHNTAUSEND Euro, gespendet. Völlig überrascht und überwältigt von der Hilfsbereitschaft, sagen wir auf diesem Wege vielen, vielen Dank. Danke für die überaus großzügige Spende und auch Danke für das Vertrauen in die Vereine, die dieses Geld nun vor allem dafür einsetzen wollen die Problematik der fehlenden Brücken in Oberleupten und nahe Kotteritz anzugehen.

Spendenübergabe Leitermann März 2018

Fazit zum Einsatz am 17.02.2018

Die drei Vereine - NaBu-Stiftung e.V, Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V und Viaduktradweg e.V. - hatten zum ersten Arbeitseinsatz als Vorbereitungsmaßnahme zur Schaffung des 1. Abschnittes des zukünftigen Viaduktradweges aufgerufen und ca. 100 Unterstützer kamen. Die Organisatoren waren überwältigt von der Anzahl freiwilliger Helfer. Wieder wurde das große Interesse und auch die Verbundenheit und Identifikation der Altenburger, Nobitzer und Wierataler mit unserem Projekt mit diesen wunderbaren Brückenbauwerken sichtbar. Diese Begeisterung hautnah zu erleben, hat uns in unserer Ansicht bestätigt und vor allem auch bestärkt, dieses Projekt zum Erfolg zu führen. Es stellt zudem ein deutliches Zeichen auch in Richtung Landkreis Altenburger Land und den Freistaat Thüringen dar, die zumindest Zweifel an der Ernsthaftigkeit und der Machbarkeit unter Federführung auf Vereinsebene haben. Dabei gibt es in Deutschland vergleichbare Projekte, die von engagierten Bürgern zum Erfolg geführt wurden und die den hiesigen Initiatoren Vorbild und Ansporn zugleich sind. In Nordrhein-Westfalen wurden in den letzten 12 Jahren dem Verein "Wuppertalbewegung e.V. "insgesamt 34 Mio. € anvertraut, die mit diesem Geld, ebenfalls auf einer stillgelegten Bahnstrecke, einen Fahrradweg der Extraklasse realisiert haben. Das wollen wir, wenn auch ein paar Nummern kleiner, auch schaffen und sind davon überzeugt, dass unser Tatendrang und die Unterstützung der hiesigen Bevölkerung sowie durch Förderer und Sponsoren schlussendlich auch die Landespolitik davon überzeugt werden kann, unser Vorhaben als förderfähig zu betrachten.


Ursprünglich war vorgesehen, die Trasse zwischen Ehrenhain und Klausa in Angriff zu nehmen. Da aber so unfassbar viele unserem Aufruf gefolgt waren, konnten wir auch den Bereich Klausa – Kotteritz bearbeiten. Engagiert und voller Elan waren die Freiwilligen mit Feuereifer dabei, den Bahndamm auf einer Länge von 5,5km vom Wildwuchs zu befreien. Zudem wurde sämtlicher Unrat und Müll eingesammelt, sodass zukünftig dieser Streckenteil von Baufahrzeugen befahren werden kann. Erste Gespräche diesbezüglich wurden bereits im Vorfeld geführt und verliefen vielversprechend. So wurde von verschiedenen Unternehmen Bereitschaft signalisiert, den Weg mit Technik zu ebnen und durch Einwalzen von Sand eine Oberflächenbeschaffenheit herzustellen, die das Wandern und Fahrradfahren darauf ermöglicht.
Die nächste Herausforderung wartet schon und betrifft die Wiederherstellung der beiden fehlenden Brückenteile in Oberleupten und Kotteritz. Die Ausführung ist noch unklar, derzeit wird noch in alle Richtungen ermittelt. Einen Favoriten gibt es aber schon. Derzeit wird die Machbarkeit geprüft. Soviel sei dazu verraten: es könnte die ehemalige Nutzung als Bahnstrecke nicht eindrucksvoller verkörpern und wäre ein Blickfang, den es deutschlandweit nur sehr selten gibt.

Einsatz am 17.02.2018

Das Warten hat ein Ende – Der erste Abschnitt des zukünftigen Viaduktradweges im Altenburger Land wird in Angriff genommen

Die Interessengemeinschaft Viaduktradweg hatte es bereits im Laufe des Jahres 2017 angekündigt und nun geht es tatsächlich los. Am 17. Februar starten die Vorarbeiten für ein in dieser Region einmaliges Projekt zur Umnutzung einer entwidmeten Bahnstrecke zu einem Rad- und Wanderweg der besondern Art.

Nachdem eine 8-jährige intensive Vorbereitungszeit die Grundlagen geschaffen hat, rufen die drei Vereine Viaduktradweg e.V., NABU Altenburger Land e.V. und Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. zum ersten gemeinsamen Arbeitseinsatz auf. Dabei soll der Bahndamm zwischen Klausa und Ehrenhain in Angriff genommen werden. Die Maßnahmen für diesen ersten Teil des zukünftigen Rad- und Wanderweges entlang der ehemaligen Eisenbahnstrecke Nobitz-Narsdorf dienen der Befahrbarkeit der Trasse für die erforderliche Technik. Da dieser Abschnitt schon seit Jahren rege von der ortsansässigen Bevölkerung genutzt wird, sollte dieses Ziel unter hoffentlich zahlreicher und tatkräftiger Mithilfe der Freunde des Viaduktradweges binnen kürzester Zeit realisierbar sein.

Unterstützt werden die Vereine in ihren Bemühungen von der Gemeinde Nobitz und dem Landratsamt Altenburger Land, die bereits dafür gesorgt haben, daß ein beträchtlicher Teil der illegalen Müllablagerungen auf dem Gebiet der Gemeinde Nobitz entfernt wurden. So wurden insgesamt 5,9 t Schutt und Abfall entfsorgt und damit nicht nur ein häßlicher Schandfleck beseitigt sondern auch eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle.

Damit startet endlich ein jahrelang vorbereitetes Vorhaben zur Schaffung eines einzigartigen grünen Bandes unter Einbeziehung der markanten landschaftsprägenden Viadukte. Die Vereine hoffen, dass   sich durch diese Vorgehensweise der Weg auf dem Bahndamm zu einem überregional bedeutsamen Wahr- und Markenzeichen des Altenburger Landes entwickelt.

Treffpunkt ist am 17. Februar 2018 9.00 Uhr der ehemalige Haltepunkt Klausa.

Wünschenswert wäre das Mitbringen von Axt, Hacke, Astschere und Co und getreu dem Motto: wer arbeitet soll auch essen ist natürlich für eine zünftige Brotzeit gesorgt.