Fazit zum Einsatz am 17.02.2018

Die drei Vereine - NaBu-Stiftung e.V, Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V und Viaduktradweg e.V. - hatten zum ersten Arbeitseinsatz als Vorbereitungsmaßnahme zur Schaffung des 1. Abschnittes des zukünftigen Viaduktradweges aufgerufen und ca. 100 Unterstützer kamen. Die Organisatoren waren überwältigt von der Anzahl freiwilliger Helfer. Wieder wurde das große Interesse und auch die Verbundenheit und Identifikation der Altenburger, Nobitzer und Wierataler mit unserem Projekt mit diesen wunderbaren Brückenbauwerken sichtbar. Diese Begeisterung hautnah zu erleben, hat uns in unserer Ansicht bestätigt und vor allem auch bestärkt, dieses Projekt zum Erfolg zu führen. Es stellt zudem ein deutliches Zeichen auch in Richtung Landkreis Altenburger Land und den Freistaat Thüringen dar, die zumindest Zweifel an der Ernsthaftigkeit und der Machbarkeit unter Federführung auf Vereinsebene haben. Dabei gibt es in Deutschland vergleichbare Projekte, die von engagierten Bürgern zum Erfolg geführt wurden und die den hiesigen Initiatoren Vorbild und Ansporn zugleich sind. In Nordrhein-Westfalen wurden in den letzten 12 Jahren dem Verein "Wuppertalbewegung e.V. "insgesamt 34 Mio. € anvertraut, die mit diesem Geld, ebenfalls auf einer stillgelegten Bahnstrecke, einen Fahrradweg der Extraklasse realisiert haben. Das wollen wir, wenn auch ein paar Nummern kleiner, auch schaffen und sind davon überzeugt, dass unser Tatendrang und die Unterstützung der hiesigen Bevölkerung sowie durch Förderer und Sponsoren schlussendlich auch die Landespolitik davon überzeugt werden kann, unser Vorhaben als förderfähig zu betrachten.


Ursprünglich war vorgesehen, die Trasse zwischen Ehrenhain und Klausa in Angriff zu nehmen. Da aber so unfassbar viele unserem Aufruf gefolgt waren, konnten wir auch den Bereich Klausa – Kotteritz bearbeiten. Engagiert und voller Elan waren die Freiwilligen mit Feuereifer dabei, den Bahndamm auf einer Länge von 5,5km vom Wildwuchs zu befreien. Zudem wurde sämtlicher Unrat und Müll eingesammelt, sodass zukünftig dieser Streckenteil von Baufahrzeugen befahren werden kann. Erste Gespräche diesbezüglich wurden bereits im Vorfeld geführt und verliefen vielversprechend. So wurde von verschiedenen Unternehmen Bereitschaft signalisiert, den Weg mit Technik zu ebnen und durch Einwalzen von Sand eine Oberflächenbeschaffenheit herzustellen, die das Wandern und Fahrradfahren darauf ermöglicht.
Die nächste Herausforderung wartet schon und betrifft die Wiederherstellung der beiden fehlenden Brückenteile in Oberleupten und Kotteritz. Die Ausführung ist noch unklar, derzeit wird noch in alle Richtungen ermittelt. Einen Favoriten gibt es aber schon. Derzeit wird die Machbarkeit geprüft. Soviel sei dazu verraten: es könnte die ehemalige Nutzung als Bahnstrecke nicht eindrucksvoller verkörpern und wäre ein Blickfang, den es deutschlandweit nur sehr selten gibt.